04.10.2018 - RICHTIG HEIZEN SPART NEBENKOSTEN

Das Heizen verbraucht im Haushalt die meiste Energie. Das kosten nicht nur Geld sondern belastet auch durch das klimaschädliche Kohlendioxid unsere Umwelt. Daher gibt es ein paar Tipps wie wir unseren Geldbeutel und unsere Umwelt schonen können.

1. Richtige Raumtemperatur

 

Bereits wenige Grad können beim Energieverbrauch einen Unterschied machen. Wenn Sie die Raumtemperatur verringern, senken Sie den Heizenergieverbrauch und damit die Heizkosten. Das bedeutet nicht, dass Sie frieren müssen. Vielmehr ist eine zu hoch eingestellte Temperatur ebenfalls ungesund. Wenn die Raumtemperatur durchschnittlich um 1 Grad Celsius gesenkt wird, können sie rund 6% - 7% Heizkosten einsparen.

 

Im Wohnbereich ist meist eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius ausreichend. In der Küche hingegen sind für gewöhnlich rund 18 Grad, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad Celsius ausreichend. Kälter sollte es dort aber nicht werden, denn dann steigt das Schimmelrisiko. Im Badbereich darf es ruhig etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal. Für 20 Grad genügt am Regler meist die Stufe 3. Eine höhere Reglerstufe beschleunigt nicht die Erwärmung, sondern erhöht nur die Temperatur im Raum. Nachts kann man die Heizung generell herunter drehen. In Abwägung zwischen „Energie einsparen“ und „möglichst wenig Energie zum Wiederaufwärmen verwenden“ ist es am besten, wenn die Temperatur in Wohn- und Arbeitsräumen nachts um 4 bis 5 Grad Celsius gesenkt wird. Mehr sollte es nicht sein, da sonst zu viel Energie beim Wiederaufheizen benötigt wird. 

 

Zusätzlich können Sie die Raumtemperatur an die Raumnutzung anpassen. Wenn Sie einen Raum selten benutzen, genügt es, wenn Sie ihn zu diesen Gelegenheiten aufheizen und ansonsten die Türe dieses Zimmers verschlossen halten. Dies verhindert auch die Bildung von Schimmel. Der kann sich dort bilden, wo die warme und feuchte Luft aus den beheizten Räumen auf die abgekühlten Wände eines unbeheizten Raumes trifft.

2. Regelmäßig Lüften

 

Durch richtiges Lüften kann viel Energie gespart werden: Kurzes, kräftiges Lüften ist besser als Dauerlüften über gekippte Fenster. Beim Lüften dürfen die Räume nicht auskühlen, da sonst die Gefahr der Schimmelpilzbildung besteht. Beachten Sie weiterhin, dass Thermostatventile sich bei kalter Fallluft, gerade bei Heizkörpern welche sich direkt unter Fenstern befinden, aufgrund der Frostschutzsicherung öffnen. Vermeiden Sie deshalb im Winter dauerhaft gekippte Fenster über den Heizkörpern. Zum Durchlüften sollten die Fenster kurzzeitig und voll geöffnet werden. Bereits 2- bis 3-mal täglich fünf Minuten Stoßlüften führt zu einem Austausch der Luftmassen. Feuchte Luft raus und trockene Luft rein.

3. Vorhänge schliessen

 

Wenn Sie Abends ihre Vorhänge schließen, können Sie den Wärmeverlust verringern und sparen somit  weitere Energie, da weniger Wärme nach draußen abgegeben wird. Allerdings sollte man immer darauf achten, dass die Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel zugestellt sind, da dies zu einem Wärmestau führt.

Die Wärmeabgabe in den Raum reduziert sich, während die Heizleistung gleich bleibt. Die gestaute Wärme kann unter bestimmten Umständen auch zu einer erhöhten Verbrauchsanzeige führen. Heizkörper sollten deshalb im Winter immer freigehalten werden.